Die Mauerbienen gehören zu der Gattung der “Wildbienen und sind solitär lebende Bienen. Das heißt, sie bilden keinen Staat sondern leben allein. Sie sind den ganzen Tag damit beschäftigt Futter für den Nachwuchs zu sammeln. Dabei werden die Blüten unserer Obstbäume befruchtet. Sollten sie bei Ihrer Arbeit auf einen Menschen treffen, so erweisen sie sich als sehr friedvolle Tiere, reagieren nicht aggressiv und stechen nur in absoluten Ausnahmefällen. Am liebsten wohnen diese kleinen Insekten in Bauten mit lauter Löcher, wobei sie sehr genügsam sind und alles annehmen.

Was bringen uns diese kleine Helfer?

  • Da diese schon bei niedrigen Temperaturen fliegen helfen sie bei schlechtem Wetter die Bestäubung zu sichern. Ein Weibchen erbringt eine Bestäubungsleistung von 80-300 Honigbienen.
  • Die Ernteerträge werden dadurch erhöht.
  • Langfristig eine Bestäubungsdienstleistung mithilfe vorhanden Mauerbienen aufzubauen und über Jahre zu sichern
  • Der Vorteil einer optimalen Blütenbestäubung wäre das die Früchte haltbarer, größer, einen höheren Fruchtansatz und mehr Samen ausgebildet werden. Dadurch ergibt sich eine bessere Fruchtqualität und der Ernteerfolg wird gesichert.

Wichtige Einzelheiten über die Mauerbienen:

gehörnte Mauerbienen (Osmia cornuta)

Hauptflugzeit ab Mitte März, besonders geeignet als Bestäuber für Steinobst.

rote Mauerbiene (Osmia bicornis)

Hauptflugzeit ab Mitte April, geeignet zum Bestäuben von Stein-, Kernobst, Erdbeeren, Himbeeren, Johannes- und Stachelbeeren

Was wird alles bestäubt:

Alle Baum-Obstsorten, Mandelbäume, Erdbeeren, Himbeeren, Johannes und Stachelbeeren, Kulturheidelbeeren, Rotklee und Luzerne

Lebenslauf:

Anders als die Honigbiene brauchen Wildbienen keine so hohen Temperaturen, um in Fahrt (in FLug) zu kommen. Sie sind im Frühjahr neben den Hummeln die ersten “Befruchtungsinsekten” und daher für frühe Obstsorten besonders wichtig. Zuerst schlüpfen die Männchen und erwarten die Weibchen sofort zur Paarung. Die Männchen leben noch ca. 3 Wochen, in denen sie durch Ihre Nahrungsaufnahme ebenfalls zur Bestäubung beitragen. Die Weibchen leben etwas länger und sind durch ihre Pollensammeltätigkeit die Hauptbeteiligten für die Bestäubung.