Am Freitag den 12.4.2019 machten sich 6 Fighter mit Coach Michael Gerdenitsch und zwei Eltern auf den Weg nach Innsbruck. Nach über 5-stündiger Autofahrt ging es direkt in die Halle, wo gleich Leoni Gerdenitsch in der Beginnersklasse +42kg an die Reihe kam. Leoni holte sich nach einem spannenden Halbfinale, das sie leider mit 7:8 gegen Spanien verlor, die Bronzemedaille bei ihrem erst 2. Turnierstart. Ein bisschen traurig, aber voll motivert für die Junior Challenge am 27.4. in Mattersburg.  Weiters an diesem Tag waren noch Coach Michael Gerdenitsch und Viktoria Hader im Einsatz. Beide waren im Dress des Nationalteams für Österreich am Start. Michael Gerdenitsch coachte das Nachwuchsnationalteam von Österreich, dass sich nach 2 Siegen über Deutschland und Ungarn, an diesem Tag nur dem starken Kiralyteam mit Kämpfern aus Amerika, Italien und Ungarn im Finale geschlagen geben musste. Somit Silber im Team für die U16.

Viktoria Hader erkämpfte sich mit dem Erwachsenennationalteam von 8 Teams die Bronzemedaille. Sie mussten sich im Halbfinale dem Team Bestfighter knapp geschlagen geben. Am Samstag waren 4 Fighter am Start. Hier war der Tag an Spannung nicht zu übertreffen. In dem hochkarätig besetzten Starterfeld erkämpften sich die Kämpfer 2x Gold, 3x Silber und zwei 5. Plätze. Eine Klasse für sich und wirklich mental und körperlich extrem stark war Anna Schmidl. Die 11-Jährige Marzerin. Anna war in der Klasse U13 -32kg unschlagbar. Sie holte sich nach 4 Siegen in dieser Klasse Gold und konnte sich auch in der Klasse U16 -32kg die Goldmedaille sichern. In der höheren Gewichtsklasse U13 -37kg musste sich Anna nur im Finale der amtierenden Weltmeisterin -37kg Inez Bardos aus Ungarn um einen Punkt geschlagen geben. Bei den Irish Open gewann Anna um einen Punkt und diesmal schaffte es die Ungarin zu überzeugen – ein Kampf auf Augenhöhe. Trotz ihrer zwei Goldenen ärgerte sich Anna über die knappe Entscheidung in dem dritten Finale – aber das ist das, was Anna ausmacht – sie zeigt ihren sportlichen Ehrgeiz. Auch Yvonne Schmidl zeigte diesmal wieder, was in ihr steckt. Yvonne hatte an diesem Tag 12 Kämpfe von denen sie 9 gewann. Aufgrund diverser Verschiebungen musste Yvonne in einem ziemlich knappen Zeitraum ihre Kämpfe bestreiten. Yvonne besiegte Topfighterinnen aus Griechenland, Italien, Deutschland, Ungarn, Kroatien, Russland, … und musste sich im Finale dann leider einmal knapp ihrer ewigen Konkurrentin aus Tschechien und einmal der amtierenden Weltmeisterin aus Großbritannien knapp geschlagen geben. Somit zweimal Silber in der U19 für Yvonne. In der allgemeinen Klasse schied Yvonne in der zweiten Vorrunde denkbar knapp aus und verlor hier erst im Sudden Death gegen eine starke Italienerin. Trotz ihrer starken Performance will Yvonne noch stärker werden und vor allem an ihrer physischen Kondition arbeiten.

Als nächster ging Felix Schmidl an den Start. Felix hatte wie immer die meisten Starter in seiner Kategorie. Felix kämpfte in der U16 -47kg und hatte das denkbar schlechteste Los erwischt. In der ersten Runde besiegte er den Vorjahressieger Joshua Wolf aus Italien, danach wartete kein geringerer als Bumba Mason aus den USA. Der junge Superstar fühlte sich siegessicher, doch Felix drehte diesmal den Spieß um. Er holte einen 4:1 Rückstand auf und gewann letztendlich 7:6. In der dritten Vorrunde wartete der heurige Seriensieger (Irish Open, Karlovac Open, ..) Gergely Wallandt aus Ungarn. Nach einem spannenden Kampf musste sich Felix ziemlich unglücklich 5:7 geschlagen geben. Leider blieb für Felix diese tolle Leistung unbelohnt und er musste sich mit dem undankbaren 5. Platz zufrieden geben. Trotzdem konnte Felix wertvolle Punkte für die Weltrangliste sammeln. Etwas geschwächt durch die harten Kämpfe verlor Felix in der höheren Gewichtsklasse seinen Kampf in der zweiten Vorrunde gegen einen guten Italiener ebenfalls knapp 5:7.

Die letzte an diesem Tag war Viktoria Hader. Viktoria, die nach einer zweimonatigen Verletzungspause wieder kämpfen durfte zeigte bereits am Freitag im Teamfight, wie stark sie sein kann.  Leider ging es in der allgemeinen Klasse dann doch nicht so gut, da ihr das Trainingsverbot durch den Arzt voele Trainingseinheiten kostete und ihr die längeren Kampfzeiten in der normalen Klasse die Energie raubten. In der Gewichtsklasse -65kg hatte Viki auch kein Losglück und erwischte den schwereren Pool. Viki traf in der ersten Runde gleich auf die amtierende Welt- und Europameistin Andrea Busa aus Ungarn. Andrea holte sich im späteren Turnierverlauf den Sieg in dieser Gewichtsklasse. In der höheren Gewichtsklasse -70kg erging es ihr ähnlich wie Felix. Nach einem Sieg über Russland ging es gegen eine starke Italienerin um den Einzug ins Semifinale. Diesen Kampf verlor Viki denkbar knapp mit 6:8 Punkten. Somit musste sich Viktoria diesmal ebenfalls mit dem 5. Platz zufrieden geben. Dennoch freute sich Viki über die Bronzemedaille im Teamfight und dass sie wieder an den Wettkämpfen teilnehmen darf, da sie erst donnerstags das OK von der Ärztin bekam, wieder trainieren zu dürfen. Jetzt heißt es für sie wieder Kondition, Kraft und Timing zu trainieren. Am dritten und letzten Tag gingen für Zarko Lazic im Leichtkontakt die Fights los. Der 18-Jährige trat in den Gewichtsklassen U19 -79kg und -84kg an. Zarko kämpfte sich toll durch die Vorrunden und besiegte einen starken Ungarn nach Halbzeitrückstand noch mit 3:0 und zog somit ins Halbfinale -84kg ein. Leider gezeichnet von den schweren Kämpfen war bei Zarko ein wenig die Luft draußen und er verlor das Halbfinale -84kg gegen einen starken Kroaten und ebenfalls unmittelbar darauf seinen Vorrundenkampf in der Gewichtsklasse -79kg gegen einen starken polnischen Kämpfer. Zarko ärgerte sich dabei selbst über seinen Konditionszustand, da die Gegner eigentlich technisch nicht besser waren als er, sondern ihn mehr oder weniger überrannten. Trotz alledem erkämpfte sich Zarko in der Gewichtsklasse -84kg eine Bronzemedaille und somit erstmals Edelmetall bei einem Worldcup.

Statement Trainer Michael Gerdenitsch:

„ich freue mich sehr über die starken Leistungen der Sportler, vor allem Anna und Yvonne zeigten beeindruckende Leistungen, da sie mit 11 und 12 Kämpfen ein Megaprogramm absolvierten. Durch die starken Leostungen der Sportler zeigt sich, dass mit fleißigem Training und einer starken sportlichen Einstellung alles möglich ist, obwohl wir eigentlich so ein kleiner Verein in einer kleinen Gemeinde sind.  So schaffte es Rohrbach mit nur 6 Startern sich von 190 Verein den 31. Platz in der Vereinswertung zu sichern.“

Obmann Christoph Braunrath freut sich sehr über die gezeigten Leistungen der Kämpfer und hofft auf viele Zuseher bei der ASVÖ Junior Challenge am 27.4.2019 in Mattersburg. Ein besonderer Dank für ihre Unterstützung gilt diesmal auch der Energie Burgenland.