Am Freitag den 15.6.2018 machte sich Trainer Michael Gerdenitsch mit einem Team aus 6 Kämpfern und einem leicht verletzten Kämpfer auf den Weg nach Rimini. Am ersten Tag erfolgte die Abwaage und Registrierung und man schaute den anderen Kämpfern im Teamfight und beim Vollkontakt zu. Alle Kämpfer hatte brav ihr Gewicht. Am 2. Tag gingen die Kämpfe mit Anna Schmidl, 11, aus Marz los, die U13 Kämpferin, die mit Unterstützung von ihrem leider leicht verletzten Bruder Felix, gut vorbereitet in das Turnier startete. Der große Bruder war Anna eine große Sützte und Anna gewann nach dritten Plätzen bei den Worldcups in Österreich und Ungarn hier in Rimini sensationell Doppelgold. Anna zeigte große Nervenstärke und gewann ihre Kämpfe nach Halbzeitrückstand mit beeindruckenden Techniken in den letzten Sekunden.

Als zweites an diesem Tag war Nico Mihalits, 12J Rohrbach, der junge Neuling in der Kampftruppe der Rohrbacher an der Reihe. Er zeigte, dass in der Zukunft mit ihm zu rechnen sein wird. Der junge Fighter gewann sowohl in der U13-Klasse Anfänger den ersten Kampf, sowie auch in der U16-Klasse Beginners den ersten Kampf. Danach hatte er zweimal Kämpfer, wo man den Anfängerstatus kritisch hinterfragen konnte, bzw. die Schiedsrichter das auch taten.

Als dritte an diesem Tag fightete Yvonne Schmidl, 16J Sieggraben. Yvonne kämpfte sich über die Vorrunden in der U19 bis ins Halbfinale vor, wobei das Viertelfinale unglaublich spannend verlief. Hier hat Yvonne bei ihrem Einzug ins Halbfinale in einem spannenden Kampf mit einem 3:2 Sieg über Italien die Nerven der Zuschauer strapaziert. Im Halbfinale hatte sie dann leider eine Topfighterin, die noch eine Nummer zu groß für Yvonne war. Dennoch eine beeindruckende Leistung in Yvonnes erstem Jahr in der U19 Klasse, denn sie gewann bei diesem Worldcup die Bronzemedaille in ihrer Gewichtsklasse. Dann kam Topfighterin Viktoria Hader, 24J Leopoldsdorf an den Start. Viktoria hatte leider diesmal wieder ein bisschen Lospech und traf im Halbfinale auf die Favoritin Andrea Busa aus Ungarn. Das Halbfinale verlief sehr spannend. Beim Stand von 2:1 für Andrea kickte Viki der Ungarin mit dem Fuß zum Kopf. Dies wertete jedoch nur ein Schiedsrichter mit 2 Punkten und somit bekam sie die Punkte nicht. Der Kampf endete 4:2 für die Ungarin und so verlor Viki nur denkbar knapp. Andrea Busa holte sich nicht nur mit einem technischen KO den Sieg in der Klasse -65kg sondern auch den Sieg in der offenen Gewichtsklasse, den Grand Champion der Frauen. Dies zeigt die starke Form von Viktoria, die nach der Bronzemedaille beim Worldcup in Ungarn bereits die zweite Bronzemedaille in der Allgemeinen Klasse holte.

Am nächsten Tag starteten noch Thomas Mihalits, 16J und Michael Mihalits 14J in der Disziplin Leichtkontakt. Michael Mihalits kämpfte sich sensationell bis ins Halbfinale vor. Beeindruckend durch seine guten Boxtechniken schaffte er zum ersten Mal den Einzug ins Halbfinale bei einem Worldcup. Dort wartete ein leider sehr großer und technisch sehr starker Russe, der für Michi noch eine Nummer zu groß war. Dennoch Wahnsinn – so holt sich Michael nach seinem ersten Staatsmeistertitel nun auch seine erste Worldcupmedaille ab. Als weiterer Neuling in der Kampftruppe steigt nun auch Thomas Mihalits in das Wettkampfgeschehen ein. Leider war bei Thomas der Gegner sicher kein Anfänger mehr und trotz Protest wurde er in der Beginnerklasse zugelassen. Thomas war hier gegen den Russen chancenlos, fightete dennoch den Kampf stark und mutig zu Ende und setzte den einen oder anderen guten Treffer zum Kopf des Russen.

Trainer Michael Gerdenitsch:

„Ich bin sehr, sehr stolz auf die Truppe und auch mit dem Ergebnis, denn wir konnten auch hier beim Bestfighter Worldcup 2 Goldmedaillen und 3 Bronzemedaillen erkämpfen. Trotz Verletzungspech und anderer schulischen Veranstaltungen konnte unsere dezimierte Wettkampftruppe (Fehlen von Topfightern wie Ernst Michael, Emma und Alessandro Nukic, Felix Schmidl) ein sensationelles Ergebnis erkämpfen. Alle 4 Elitekämpfer von Rohrbach erreichten eine Medaille. Mit so einem guten Ergebnis hätte ich bei einem Startefeld von 2500 Athleten gar nicht rechnen trauen.“