Ein Bericht von Bundestrainer Ahmeti Labinot

Vom 03. bis 13.05.2017 fanden in Minsk (Weißrussland) die IFMA Weltmeisterschaft statt. Unter 76 teilnehmenden Nationen aus 5 Kontinenten war auch das österreichische Nationalteam mit den Sportlerinnen Nina Scheucher (FightClub Graz) und Christin Fiedler (RS-Gym Salzburg) vertreten. Betreut wurden die beiden von Bundestrainer Labinot Ahmeti und Rainer Gerdenitsch (Sportdirektor Ring). Die Teilnahme an dieser Weltmeisterschaft war von großer Bedeutung, da eine Erstplatzierung gleichzeitig die Qualifikation zur Teilnahme an den IWGA World Games in Polen (Juli 2017) bedeutete. Nach der Registrierung und ersten Abwaage wurden die Hotelzimmer bezogen. Die Auslosung der ersten Kämpfe stand am zweiten Tag des Events fest. Im Anschluss daran fand abends die Eröffnungszeremonie statt. Für die Grazerin Nina Scheucher, die in der Gewichtsklasse -60kg antrat, ergab die Auslosung, dass sie am Freitag, den 05.05., gegen die Phillipina Bulaong Meri Ann Geli kämpfen würde. Dieser Kampf war nur von kurzer Dauer, da die Phillipina in der ersten Minute der ersten Runde durch einen Ellbogen zum Kopf ein so schweres Cut erlitt, dass der Kampfrichter den Kampf stoppen musste. Somit stieg Nina Scheucher ins Viertelfinale auf. Die Salzburgerin Christin Fiedler stand nach einem Freilos am Samstag, den 06.05., der Französin Page Ielo gegenüber. Die technisch versierte Französin dominierte ab der ersten Runde das Kampfgeschehen. Christin Fiedler versuchte bis zum Schluss, den Punktestand zu ihren Gunsten umzudrehen, musste sich allerdings leider letztendlich geschlagen geben.

Für Nina Scheucher ging es am Sonntag, den 07.05., gegen die Peruanerin Van der Molen Antje Elisabeth, die sich bereits im Achtelfinale gegen die Amerikanerin Allen Kathryn durchgesetzt hatte, weiter. Nina Scheucher machte ab Beginn der ersten Runde viel Druck und führte dementsprechend nach Punkten. Ab Mitte der zweiten Runde holte die Peruanerin auf und konnte diese knapp für sich entscheiden. Die dritte Runde verlief ähnlich der zweiten, in welcher Nina Scheucher leider knapp unterlag. Somit schied die Grazerin aus dem Bewerb aus und wurde 5.

Die Teilnahme an dieser Weltmeisterschaft hat gezeigt, dass das österreichische Nationalteam auf einem hohen internationalen Niveau mithalten kann und das bisherige Training deutliche Fortschritte erzielte.