In Anlehnung an das bereits im Mittelalter übliche Ausschmücken der Prozessionswege wird auch heute noch zu Fronleichnam in Österreich die Prozessionsroute mit Birkenzweigen und Bildern aus einzelnen Blütenteilen ausgeschmückt. Ganze Blumenteppiche schmücken in dieser Zeit einige Straßen Österreichs. Mittelpunkt der Prozession ist die von einem Priester getragene Monstranz, die den Leib Christi symbolisiert. Von ihr aus werden zu Fronleichnam Segenssprüche in alle Himmelsrichtungen des Landes gesprochen und Fürbitten gehalten.

Sprachlich orientiert sich der Feiertag Fronleichnam am lateinischen „corpus christi“, und wurde in der mittelhochdeutschen Sprache mit vrôn (des Herrn) lîcham (Leib) übersetzt. Hieraus lässt sich bereits ableiten, was zu Fronleichnam gefeiert wird: die leibliche Gegenwart Jesu Christi
durch das Sakrament der Eucharistie nach
dem Vorbild des letzten Abendmahls