Mitte September entschloss ich mich auf Grund des sehr schönen Herbstwetters auf den Großglockner zu „gehen“, es sollte der Höhepunkt einer langen und intensiven Wander- und Klettersaison werden. Nach dem ich mich im Bergführerbüro Kals am Großglockner angemeldet hatte stand der Glockner Besteigung nichts mehr im Wege.

    1. Tag (21.09.11): Anreise nach Kals am Großglockner, Akklimatisieren und Nächtigung im Luckner Haus am Fuße des Großglockners auf 1920m Seehöhe.

  1. Tag (22.09.11): Aufstieg über die Lucknerhütte (2241m) zur Stüdlhütte (2801m) der ca. 2,5 Stunden dauerte, dort war der Treffpunkt mit dem Bergführer und zwei Bergkameraden aus Klagenfurt. Nach der Begrüßung, Besprechung und Ausrüsten mit Steigeisen, Helm usw. machten wir uns auf den Weg zur Erzherzog Johann Hütte (3454m) auch „Adlersruhe“ genannt auf. Wir gingen (gesichert mit Seil u. Steigeisen) über das Könitzkees, Kampl (Felsrücken) und über einen mit Stahlseil gesicherten Felsgrat zur Hütte wo wir nach ca. 2,5 Stunden ankamen. Es erwartete uns eine traumhafte Bergkulisse, ein herrlicher Sonnenuntergang, eine gemütliche Hütte und ein sättigendes Abendessen. Vor der Nachtruhe besprachen wir noch den Ablauf für den nächsten Tag – den Gipfelaustieg.
  2. Tag (23.09.11): Tagwache um 05:40h, anschließend Frühstück und um 06:40h nach einem herrlichen Sonnenaufgang ging es Richtung Gipfel. Wir gingen (gesichert mit Seil u. Steigeisen) den „Normalweg“ zum sogenannten „Bahnhof“, weiter übers Glocknerleitl (40° Neigung!), das Sattele, Kleinglockner, Glocknerscharte und hinauf zum Gipfel des Großglockner wo wir um 08.30h auf 3798m das Gipfelkreuz erreichten. Das Wetter war traumhaft- wolkenloser Himmel, eine Fernsicht wie sie nicht besser sein kann, Windstill und angenehme Temperatur. Nach dem „Berg Heil“ und den Fotos machten wir eine Pause um alles genießen zu können. Unser Bergführer „Mike“ zeigte uns die Berge, angefangen vom Großvenediger, Sonnblick, Dachstein, Hochkönig bis zum Ortler und den Dolomiten in Südtirol, Hohe Tauern, Ötztaler u. Zillertaler Alpen usw., es war traumhaft, ein unvergessliches Erlebnis, „total Geil“! Der Abstieg erfolgte über die Aufstiegsroute zurück zum Lucknerhaus.
  3. Tag (24.09.11): Der Rupertikirtag in Kals begann mit einer Prozession an der alle Freiwilligen Organisationen wie Feuerwehr, Bergrettung, Bergführer aber auch der Musikverein und die Schützenkompanie teilnahmen. Anschließend gab es im Musikpavillion einen Früschoppen der von der Trachtenmusik Kals musikalisch gestaltet wurde.
  4. Tag (25.09.11): Der Höhepunkt der heurigen Saison neigte sich dem Ende zu.

Nach dem Frühstück im Sporthotel trat ich die Heimreise nach einem fast unbeschreiblichen Erlebnis an, ich war zum ersten Mal aber sicher NICHT zum letzten Mal auf dem Großglockner.

Berg Heil,

Arnold Gerdenitsch